Kerstin Specht

NA ALSO. GEHT DOCH. Eine Komödie

mit
Nicole Heesters

Regie:
Elmar Goerden
Bühne / Kostüm
Elmar Goerden

Sie ist Souffleuse. Sie ist eine der Kräfte des Theaters, die im Verborgenen wirken und manchmal sogar ins Dunkel einer Muschel versenkt werden. Unsichtbar und – gerade im Ernstfall – hoffentlich unhörbar.

Was nun, wenn diese namenlose Souffleuse (Nicole Heesters) plötzlich selbst die Dinge in die Hand nehmen muss, und kein Autor ihr die Worte in den Mund legt? Die Diva, der sie jahrelang das Wort gereicht hat, war unangemeldet zu Besuch erschienen. Doch plötzlich und ganz ohne Drama verstirbt der Bühnenstar auf dem Divan, als sie noch die Teetasse zum Mund führt. Ein empfindliches Gleichgewicht gerät aus den Fugen und der befreite Schatten wird zur Protagonistin, und sorgt nun dafür, dass ihrer ehemaligen Schutzbefohlenen ein letzter Glanz über den Tod hinaus bleibt.

Aus dieser Situation entwickelt Kerstin Specht einen humorvollen und hintergründigen Monolog in der Tradition des kritischen Volkstheaters im Geist von Rainer Werner Fassbinder und Franz Xaver Kroetz über das Leben im Theater und die Liebe dazu. Einer Liebe, die es braucht, wenn man sich den Irrungen und Wirrungen dieses mikrokosmologisch-kaleidoskopischen Daseins aussetzt. Eine kleine Welt, in der die absurde, unbegreifliche große Welt sich spiegelt.

NA ALSO. GEHT DOCH. ist die vierte Zusammenarbeit von Regisseur und Ausstatter Elmar Goerden und Nicole Heesters und mit MARIAS TESTAMENT von Colm Tóibín der zweite Solo-Abend, den beide gemeinsam erarbeitet haben.

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Geboren 1956 in Kronach/Oberfranken. Studium der Germanistik in München und an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. 1988 beginnt sie, für das Theater zu schreiben. Lebt in München.

Wenn Marieluise Fleißer von ihren »drei Söhnen« sprach – Fassbinder, Kroetz und Sperr – so hätte sie auch eine Enkelin aus Oberfranken anerkannt: Mit ihrem ersten Stück DAS GLÜHEND MÄNNLA, einem düsteren Familienmärchen, wo Täter und Opfer ununterscheidbar sind, geschrieben in einem oberfränkischen Kunstdialekt, setzte sich Kerstin Specht 1990 auf Anhieb durch. Seit diesem Erstling, der – wie spätere Stücke auch – in mehrere Sprachen übersetzt wurde, hat sie ein großes dramatisches Werk geschaffen, das auf den Bühnen zahlreicher Länder der Welt zu sehen war und ist.

 

Auszeichnungen (Auswahl):

2011 Ernst-Hoferichter-Preis
2005 Marieluise-Fleißer-Preis
2002 Deutscher Kindertheaterpreis für „Wieland“
2002 Landespreis für Volkstheaterstücke des Landes Baden-Württemberg
1996 Kulturpreis der oberfränkischen Wirtschaft
1993 Landespreis für Volkstheaterstücke des Landes Baden-Württemberg
1993 Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis des Landes Rheinland-Pfalz
1991 Stipendium des Deutschen Literaturfonds Darmstadt
1991 Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Künste
1990 Staatlicher Förderungspreis des Landes Bayern
1990 Literaturpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
1989 Preis der Frankfurter Autorenstiftung
1989 Preis des Hessischen Literaturbüros Frankfurt/Main
1988 Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin

Der Stücktext ist, unter dem Titel SCHNEEKÖNIGINNEN, in dem Band „Königinnendramen“ von Kerstin Specht (Verlag der Autoren) erschienen.

Eine klasse, krasse One-Woman-Show

Nicole Heesters gehört klar zum Schauspieladel. Eine Grande Dame der Bühne. Und spielt doch mit Lust gegen ihr Image eine Frau aus einfachen Verhältnissen (…) Wunderbar wird hier aus der Froschperspektive, quasi aus dem Unterleib des Theaters die Welt der Bühne beschworen und verteufelt zugleich. (…) Ein intimes Kammerspiel. Und doch ganz großes Theater mit vielen Ebenen.

BERLINER MORGENPOST, Peter Zander, 09.05.2026

 

„Mit „Na also. Geht doch“ wenden sich Heesters und Goerden jetzt der abgründigen Komödie zu. Einer galligen Abrechnung mit dem unausrottbaren Drang nach Sichtbarkeit.“

TAGESSPIEGEL, Patrick Wildermann, 09.05.2026

 

Souverän zwischen Tragödie und Schmiere lustwandelnd, nimmt Nicole Heesters amüsant wie charmant die Reise in bessere Zeiten auf, als im Theater alle noch eine hierarchiefreie Familie waren und sie noch jemanden zum Küssen hatte.

FAZ, Irene Bazinger, 12.05.26

Spieldauer: ca 90 Minuten, keine Pause 

Spieltermine

18.05.2026
19:30
Nächste Vorstellung
19.05.2026
19:30
20.05.2026
19:30
21.05.2026
19:30
09.06.2026
19:30
10.06.2026
19:30
11.06.2026
19:30
12.06.2026
19:30
13.06.2026
19:30
14.06.2026
18:00
23.06.2026
19:30
24.06.2026
19:30
25.06.2026
19:30
26.06.2026
19:30
27.06.2026
19:30
28.06.2026
18:00
Tickets kaufen für die Spielzeit vom 01.09.2025 bis zum 31.08.2026