NA ALSO. GEHT DOCH. Eine Komödie
Sie ist Souffleuse. Sie ist eine der Kräfte des Theaters, die im Verborgenen wirken und manchmal sogar ins Dunkel einer Muschel versenkt werden. Unsichtbar und – gerade im Ernstfall – hoffentlich unhörbar.
Was nun, wenn diese namenlose Souffleuse (Nicole Heesters) plötzlich selbst die Dinge in die Hand nehmen muss, und kein Autor ihr die Worte in den Mund legt? Die Diva, der sie jahrelang das Wort gereicht hat, war unangemeldet zu Besuch erschienen. Doch plötzlich und ganz ohne Drama verstirbt der Bühnenstar auf dem Divan, als sie noch die Teetasse zum Mund führt. Ein empfindliches Gleichgewicht gerät aus den Fugen und der befreite Schatten wird zur Protagonistin, und sorgt nun dafür, dass ihrer ehemaligen Schutzbefohlenen ein letzter Glanz über den Tod hinaus bleibt.
Aus dieser Situation entwickelt Kerstin Specht einen humorvollen und hintergründigen Monolog in der Tradition des kritischen Volkstheaters im Geist von Rainer Werner Fassbinder und Franz Xaver Kroetz über das Leben im Theater und die Liebe dazu. Einer Liebe, die es braucht, wenn man sich den Irrungen und Wirrungen dieses mikrokosmologisch-kaleidoskopischen Daseins aussetzt. Eine kleine Welt, in der die absurde, unbegreifliche große Welt sich spiegelt.
NA ALSO. GEHT DOCH. ist die vierte Zusammenarbeit von Regisseur und Ausstatter Elmar Goerden und Nicole Heesters und mit MARIAS TESTAMENT von Colm Tóibín der zweite Solo-Abend, den beide gemeinsam erarbeitet haben.
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Der Stücktext ist, unter dem Titel SCHNEEKÖNIGINNEN, in dem Band „Königinnendramen“ von Kerstin Specht (Verlag der Autoren) erschienen.
Eine klasse, krasse One-Woman-Show
Nicole Heesters gehört klar zum Schauspieladel. Eine Grande Dame der Bühne. Und spielt doch mit Lust gegen ihr Image eine Frau aus einfachen Verhältnissen (…) Wunderbar wird hier aus der Froschperspektive, quasi aus dem Unterleib des Theaters die Welt der Bühne beschworen und verteufelt zugleich. (…) Ein intimes Kammerspiel. Und doch ganz großes Theater mit vielen Ebenen.
BERLINER MORGENPOST, Peter Zander, 09.05.2026
„Mit „Na also. Geht doch“ wenden sich Heesters und Goerden jetzt der abgründigen Komödie zu. Einer galligen Abrechnung mit dem unausrottbaren Drang nach Sichtbarkeit.“
TAGESSPIEGEL, Patrick Wildermann, 09.05.2026
Souverän zwischen Tragödie und Schmiere lustwandelnd, nimmt Nicole Heesters amüsant wie charmant die Reise in bessere Zeiten auf, als im Theater alle noch eine hierarchiefreie Familie waren und sie noch jemanden zum Küssen hatte.
FAZ, Irene Bazinger, 12.05.26
Spieldauer: ca 90 Minuten, keine Pause
