"Werden wir Menschen unsere Kriege überleben?" Jakob Augstein im Gespräch mit Julian Nida-Rümelin

mit
Jakob Augstein
und
Julian Nida-Rümelin

„Die liberale Idee einer an demokratischen Regeln und Werten orientierten Weltordnung ist gescheitert“, schreibt der Philosoph und Autor Julian Nida-Rümelin in seinem Essay Der Epochenbruch – und zwar „an kultureller Widerständigkeit, an der politischen Opposition von Autokratien und Diktaturen, aber auch an der Überheblichkeit und Rücksichtslosigkeit des Westens“. Die Welt befindet sich im Krieg.

Jener Russlands gegen die Ukraine dauert blutig an. Israel und die USA begannen 2026 den zweiten Krieg innerhalb kürzester Zeit gegen den Iran. Für die größte humanitäre Katastrophe – im Sudan – reicht im Westen kaum mehr die Aufmerksamkeit.

Warum führen wir Krieg und wer profitiert von ihm? Wollen die Menschen wirklich lieber Frieden? Werden wir unsere Kriege überleben? Darüber spricht Julian Nida-Rümelin, Staatsminister für Kultur und Medien im ersten Kabinett Gerhard Schröders und heute Rektor der Humanistischen Hochschule Berlin, mit Jakob Augstein.

(Der Epochenbruch, Julian Nida-Rümelin 102 Seiten, 12 Euro)

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und Geschäftsführer der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d’études politiques de Paris. Er war zehn Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung als Reporter in Berlin und Ostdeutschland unterwegs. Von 2011 bis 2018 schrieb er die Kolumne „Im Zweifel links“ auf „SPIEGEL ONLINE“. Von 2011 bis 2020 lieferte er sich mit Nikolaus Blome, dem ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur der Bildzeitung, in der Phoenix-Sendung „Augstein und Blome“ einen wöchentlichen Schlagabtausch zum politischen Thema der Woche. Im März 2024 erschien sein Roman „Die Farbe des Feuers“ im Aufbau Verlag.

Der radioeins und Freitag Salon live aus dem Renaissance-Theater

Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der radioeins & Freitag Salon ist „unplugged“, wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

Auch live auf radioeins zu hören – von 20.00 bis 21.00 Uhr.

Spieltermine

08.06.2026
20:00
Im Foyer
Tickets kaufen für die Spielzeit vom 01.09.2025 bis zum 31.08.2026