„Die liberale Idee einer an demokratischen Regeln und Werten orientierten Weltordnung ist gescheitert“, schreibt der Philosoph und Autor Julian Nida-Rümelin in seinem Essay Der Epochenbruch – und zwar „an kultureller Widerständigkeit, an der politischen Opposition von Autokratien und Diktaturen, aber auch an der Überheblichkeit und Rücksichtslosigkeit des Westens“. Die Welt befindet sich im Krieg.
Jener Russlands gegen die Ukraine dauert blutig an. Israel und die USA begannen 2026 den zweiten Krieg innerhalb kürzester Zeit gegen den Iran. Für die größte humanitäre Katastrophe – im Sudan – reicht im Westen kaum mehr die Aufmerksamkeit.
Warum führen wir Krieg und wer profitiert von ihm? Wollen die Menschen wirklich lieber Frieden? Werden wir unsere Kriege überleben? Darüber spricht Julian Nida-Rümelin, Staatsminister für Kultur und Medien im ersten Kabinett Gerhard Schröders und heute Rektor der Humanistischen Hochschule Berlin, mit Jakob Augstein.
(Der Epochenbruch, Julian Nida-Rümelin 102 Seiten, 12 Euro)