Samuel Beckett

Das letzte Band

Deutsch von Erika
und Elmar Tophoven

Mit Christian Redl

Regie und Ausstattung:
Jim Rakete

Mit freundlicher Unterstützung von Annegret und Claus G. Budelmann

Fast alle großen Schauspieler haben sich auf dem Zenit ihrer Karriere an diesen Text gewagt: unvergessen Fritz Kortner und Ulrich Wildgruber. Und in Hamburg zuletzt bei uns: Otto Sander vor fast 20 Jahren. Jetzt wagt sich Christian Redl an Becketts „Krapp“. Ein verlorener, erschöpfter und gescheiterter Schriftsteller begegnet seinem 39-jährigen Ich in alten, tagebuchartigen Aufnahmen und lauscht ungläubig seinem früheren Leben. Und hier begegnet er auch noch einmal seiner großen Liebe, dem Wendepunkt in seiner Vita. Becketts Klassiker ist voller autobiografischer Anspielungen, die der spätere Nobelpreisträger kunstvoll verrätselte.

Christian Redl hat diesen Abend gemeinsam mit Jim Rakete erarbeitet, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen und Dokumentarfilmer, mit dem er eine neue Sicht auf Becketts großen Desillusionierten entwickeln möchte.

interessierte sich früh für Fotografie und Musik. Schon im Alter von vier Jahren machte er seine ersten Schnappschüsse mit einem Fotoapparat. Später fotografierte er die Berliner Musikszene. Mit 17 Jahren begann er seine Karriere mit Bildern für Tageszeitungen und Agenturen, unter anderem von Mick Jagger, Jimi Hendrix und Ray Charles und David Bowie. Von 1977 bis 1987 leitete Rakete in einer Kreuzberger Fabriketage eine eigene Fotoagentur, genannt die „Fabrik“. In dieser Zeit fotografierte er nicht nur die Cover vieler Musiker der Neuen Deutschen Welle, sondern arbeitete auch als Musik-Manager. Zu den bekanntesten der von Rakete betreuten Künstler und Bands zählen Nena, Nina Hagen, Interzone, Sternhagel und Die Ärzte. Seit 1987 widmet sich Rakete vollständig der Fotografie, seither hat er zahlreiche Größen der deutschen und internationalen Musik- und Filmbranche porträtiert. Ein besonderes Interesse gilt daneben auch immer den Nachwuchstalenten aus Film und Musik. Nach längerem Aufenthalt in Hamburg zog er 2001 wieder nach Berlin und hatte lange sein Studio in Kreuzberg. In einem Artikel aus dem Jahre 2000 äußerte sich Jim Rakete kritisch gegenüber der digitalen Fotografie, weil sie für ihn nichts mit Realität zu tun habe, sondern mehr mit einer Art Konstruktion, wenn am Computer Fotos nachbearbeitet werden. Für sein Lebenswerk wurde Rakete 2018 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2020 drehte Jim Rakete den Kino-Dokumentarfilm „NOW“ über den Kampf junger Menschen für einen besseren Klimaschutz. „Das letzte Band“ ist seine erste Theaterregie.

besuchte die Schauspielschule in Bochum und erhielt seine ersten Engagements an den Bühnen in Wuppertal (unter Arno Wüstenhöfer), Frankfurt (Ltg. Peter Palitzsch) und Bremen (Ltg. Frank-Patrick Steckel). Von 1980 bis 1993 zählte Christian Redl zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg und spielte Hauptrollen in zahlreichen Inszenierungen von Claus Peymann, Luc Bondy, Wilfried Minks, Peter Löscher und Peter Zadek. Es folgten Engagements an den Hamburger Kammerspielen (Ltg. Ulrich Tukur/ Ulrich Waller), wo er mit Ulrich Tukur in der legendären Aufführung „Kunst“ und zusammen mit Peter Franke in der Produktion „Der Totmacher“ zu sehen war. Im St. Pauli Theater spielte er u.a. in der „Dreigroschenoper“ als Jonathan Peachum an der Seite von Eva Mattes, mit Mattes und Angela Winkler in „Arsen und Spitzenhäubchen“ und zusammen mit Gerhard Garbers zuletzt in „Sonny Boys“. 1987 markierte der Kinofilm „Sierra Leone“ den Beginn seiner TV- und Leinwand-Karriere. 1991 wurde Christian Redl für seine Hauptrolle in Bernd Schadewalds Fernsehfilm „Der Hammermörder“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Kino- und Fernsehfilme folgten. Unter anderem: „Das Trio“ (Regie: Hermine Hundtgeburt), „Leah“ (Regie: Ivan Fila), „Tattoo“ (Regie: Robert Schendtke), „Krabat“ (Regie: Marco Kreuzpainter), „Der Rosenmörder“, „Späte Rache“ (beide unter der Regie von Matti Geschonneck), „Nachtschicht-Vatertag“ (Regie: Lars Becker), „Als der Fremde kam“ (Regie: Andreas Kleinert). Für „Marie Brand und die offene Rechnung“ (Regie: Florian Kern) erhielt Christian Redl 2013 von der DAfF den Preis als Bester Schauspieler in einer Nebenrolle. Seit 2006 ist Christian Redl zudem regelmäßig als Kommissar Krüger in den Spreewald-Krimis zu sehen. 2023 veröffentlichte er seine Autobiografie „Das Leben hat kein Geländer“

ca. 50 Minuten, keine Pause

Spieltermine

06.11.2026
19:30
Gastspiel
07.11.2026
19:30
08.11.2026
18:00
Tickets kaufen für die Spielzeit vom 01.09.2026 bis zum 31.08.2027