JAKOB AUGSTEIN IM GESPRÄCH MIT JANA HENSEL: „Was kommt in Ostdeutschland nach der Demokratie?“
„Der Westen will das nicht sehen“, sagt Jana Hensel: In ihrem neuen Buch Es war einmal ein Land beschreibt die Journalistin, „warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet“ – und was viele Westdeutsche an dieser Entwicklung immer noch nicht verstanden haben. Jener ostdeutsche „Weg nach rechts“ setzte laut der ehemaligen stellvertretenden Chefredakteurin des Freitag und heutigen Autorin der Zeit viele Jahre vor 2015 ein. Denn als die Ostdeutschen nach 1990 versucht hatten, das Land von links zu verändern, seien sie als „als Jammerossis, Ewiggestrige, Ostalgiker“ wahrgenommen worden.
Jana Hensel – 1976 geboren, aufgewachsen in Leipzig und seit ihrem Buch Zonenkinder 2002 eine der klügsten Stimmen im Ost-West-Diskurs – hat mit Es war einmal ein Land eine Pflichtlektüre für das Jahr der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt. Wenn der Osten sich gerade wirklich von der Demokratie verabschiedet – was kommt dann nach ihr? Darüber spricht Jakob Augstein mit Jana Hensel.
„Jana Hensel hat der ersten gesamtdeutschen Generation schon jetzt ein kleines Denkmal gesetzt – mit sprachlicher Lakonie, Leichtigkeit und einer Transparenz, die leuchtet.”
Der Spiegel
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