JAKOB AUGSTEIN IM GESPRÄCH MIT JANA HENSEL: „Was kommt in Ostdeutschland nach der Demokratie?“

mit
Jakob Augstein
und
Jana Hensel

„Der Westen will das nicht sehen“, sagt Jana Hensel: In ihrem neuen Buch Es war einmal ein Land beschreibt die Journalistin, „warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet“ – und was viele Westdeutsche an dieser Entwicklung immer noch nicht verstanden haben. Jener ostdeutsche „Weg nach rechts“ setzte laut der ehemaligen stellvertretenden Chefredakteurin des Freitag und heutigen Autorin der Zeit viele Jahre vor 2015 ein. Denn als die Ostdeutschen nach 1990 versucht hatten, das Land von links zu verändern, seien sie als „als Jammerossis, Ewiggestrige, Ostalgiker“ wahrgenommen worden.

Jana Hensel – 1976 geboren, aufgewachsen in Leipzig und seit ihrem Buch Zonenkinder 2002 eine der klügsten Stimmen im Ost-West-Diskurs – hat mit Es war einmal ein Land eine Pflichtlektüre für das Jahr der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt. Wenn der Osten sich gerade wirklich von der Demokratie verabschiedet – was kommt dann nach ihr? Darüber spricht Jakob Augstein mit Jana Hensel.

 

„Jana Hensel hat der ersten gesamtdeutschen Generation schon jetzt ein kleines Denkmal gesetzt – mit sprachlicher Lakonie, Leichtigkeit und einer Transparenz, die leuchtet.”
Der Spiegel

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und Geschäftsführer der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d’études politiques de Paris. Er war zehn Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung als Reporter in Berlin und Ostdeutschland unterwegs. Von 2011 bis 2018 schrieb er die Kolumne „Im Zweifel links“ auf „SPIEGEL ONLINE“. Von 2011 bis 2020 lieferte er sich mit Nikolaus Blome, dem ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur der Bildzeitung, in der Phoenix-Sendung „Augstein und Blome“ einen wöchentlichen Schlagabtausch zum politischen Thema der Woche. Im März 2024 erschien sein Roman „Die Farbe des Feuers“ im Aufbau Verlag.

Der radioeins- und Freitag-Salon live aus dem Renaissance-Theater

Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der radioeins & Freitag Salon ist „unplugged“, wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

Auch live auf radioeins zu hören – von 20.00 bis 21.00 Uhr.

Spieltermine

23.03.2026
20:00
Premiere
Tickets kaufen für die Spielzeit vom 01.09.2025 bis zum 31.08.2026