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Deutschsprachige Erstaufführung
SOUVENIR - Eine Phantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins

ZUM LETZTEN MAL IN BERLIN!

von Stephen Temperley

Deutsch von Lida Winiewizc



„Die Leute mögen behaupten, daß ich nicht singen kann. Aber niemand kann behaupten, ich hätte nicht gesungen.“ Klingt doch bezaubernd, oder? Doch noch viel bezaubernder für jedes Ohr ist die Arie der Königin der Nacht gesungen von Florence Foster Jenkins!

‚Madame Flo’ war und ist ein Phänomen. Die reiche amerikanische Erbin sang in den 1940er Jahren vor einem hin-(und her-)gerissenen New Yorker Publikum nicht nur leidenschaftlich gerne die Klassiker der Opernliteratur, sondern sang diese auch total und zum Erbarmen falsch! Ihre Plattenaufnahmen genießen heute noch Kultstatus und erheitern ganze Partygenerationen. Wer damals „FFJ“ live erleben wollte, durfte beim Ticketkauf nicht trödeln oder mußte auf dem Schwarzmarkt Höchstpreise hinblättern. Was zunächst mit kleinen Soireen vor Park-Avenue-Freunden begann, endete mit einem legendären Konzert in der ausverkauften und tobenden Carnegie Hall. Die Reaktionen auf ihre balkenbiegend schräge Freistil-Sangeskunst waren und sind extrem: Die Stimmung steigt, der Schweiß bricht einem aus, die Ohren schmerzen, der Atem geht stockend, das Herz rast und die Hände zittern. Damals verließ manch Besucher den Saal, um das Lachen nicht länger unterdrücken zu müssen, Damen erlitten hysterische Anfälle, das Publikum stopfte sich Taschentücher in der Mund, um nicht zu schreien, und GI’s zogen erst in den Krieg, wenn sie Madame Flo leibhaftig erleben konnten.

Florence Foster Jenkins ist und bleibt eine Überzeugungstäterin, eine unerschütterliche, selbstbewußte und sagenhaft talentfreie Sopranistin, von deren Wirkung und Karriere vermeintliche heutige Superstars nur träumen können… 

Wer war Florence Foster Jenkins? Désirée Nick klärt auf:



Im Sommer 2011 gastierte die Produktion im Theater an der Kö, Düsseldorf. Sehen Sie hier einen Ausschnitt:



mit
Désirée Nick, Christoph Schobesberger
Regie Torsten Fischer
Bühne Vasilis Triantafillopoulos
Kostüme Andreas Janczyk

Spieldauer ca. 2 Stunden inkl. Pause

Kritik Bislang veröffentlichten wir an dieser Stelle Kritiken über die Aufführung. Leider wird dieser Service von Seiten der Zeitungsverlage nicht mehr stillschweigend geduldet. Daher können wir Ihnen erst nach eindeutiger Klärung, in welcher Weise die Vergütung bei der Wiedergabe von Rezensionen zu erfolgen hat, diese Information wieder anbieten.

GÄSTEBUCH
© Barbara Braun/ drama-berlin.de

© Barbara Braun/ drama-berlin.de

Foto: N. Brühl

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