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Literarischer Streifzug 74: BUCHPRÄSENTATION - IRIS BERBEN liest "Manja" von ANNA GMEYNER

"Manja", eines der wichtigsten Werke der Exilliteratur, erzählt so berührend wie poetisch die Geschichte von fünf Kindern, die 1920 in derselben Nacht gezeugt werden, aber in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen aufwachsen. Die fünf verbindet eine innige Freundschaft, die aufgrund der politischen Ansichten ihrer Eltern in Feindschaft umzuschlagen droht:

Heini, Franz, Harry, Karl und Manja sind in derselben Stadt geboren und leben doch in unterschiedlichen Welten. Die Väter der Jungen sind ein klassenbewusster Arbeiter, ein kleinbürgerlicher Faschist, ein liberal-intellektueller Arzt und ein großbürgerlich-jüdischer Kommerzienrat. Manja, deren Mutter aus armen ostjüdischen Verhältnissen stammt, steht im Zentrum der Freundschaft: Die Zuneigung zu ihr bestärkt die vier, Konflikte in Kauf zu nehmen – mit den Eltern, der Schule, der Hitlerjugend. Letztlich aber bleiben die fünf Gefangene ihrer Zeit, an der Manja tragisch zerbricht und mit ihr die Hoffnung der Jungen auf eine menschenwürdige Zukunft.

Der Text wird gelesen von Iris Berben.
Es moderiert Knut Elstermann.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Aufbau Verlages und des Renaissance-Theaters Berlin.


Eintritt: 15 € / ermäßigt 10 €


GÄSTEBUCH
Foto: HaraldHoffmann.com

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