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Literarischer Streifzug 71: BUCHPREMIERE - HANNA SCHYGULLA liest aus ihrer Autobiographie "Wach auf und träume"

Vor dem Hintergrund von Kriegsende, Flucht, Wiederaufbau, Wirtschaftswunder und Studentenbewegung berichtet die 1943 in Königshütte (Kattowitz) / Oberschlesien, geborene Münchnerin über ihr turbulentes Leben. Es führte sie von den frühen künstlerischen Anfängen als Anti-Star der Fassbinder‘schen Theatertruppe zu Weltruhm in der Rolle der Maria Braun. Nach Fassbinders frühem Tod im Jahre 1982 wurde sie durch ihre langjährige Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard, Marco Ferreri, Ettore Scola, Andrzej Wajda, Alexander Sokurov und Fatih Akin zu einer großen Darstellerin des europäischen Films. Für ihre Rolle der Piera in Marco Ferreris Film "Storia di Piera" erhielt sie 1982 bereits den großen "Preis für die beste Darstellerin" in Cannes.

 

In der ihr eigenen einfachen, aber immer poetischen Sprache, schwankend zwischen Brecht’scher Raffinesse und Warhols Unverblümtheit, ist Hanna Schygulla in ihrer Autobiographie ganz sie selbst. Klug, aber nie eitel, führt sie die Leser an die Stationen ihres ereignisreichen Lebens zwischen ihren drei Heimatländern Deutschland, Polen und Frankreich, trifft berühmte Weggefährten und erzählt von der Kunst, der Liebe und dem Kino, sowie von den Zufällen des Lebens und der langen Pflege ihrer alten Eltern, immer berührend, aber ohne Pathos, fast genauso wie der Schriftsteller Georg Stefan Troller sie als junge Frau beschrieb: "Sie ist einerseits flutend weiblich, sanft und andererseits abgehoben über den Dingen stehend. Sie ist ein Narziss ohne Eitelkeit, eine Schauspielerin ohne Verstellung, ehrgeizig ohne Plan, schicksalsgläubig ohne Fatalismus."

 

Der reich bebilderte Band erscheint im Vorfeld zum 70. Geburtstag von Hanna Schygulla am 25. Dezember diesen Jahres.

 

Den Abend moderiert Luzia Braun, die stellvertretende Leiterin des ZDF Kulturmagazins "aspekte".

 

Eine gemeinsame Veranstaltung der autorenbuchhandlung berlin, der Schirmer / Mosel Verlags GmbH und des Renaissance-Theaters Berlin.


  


Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 10 Euro


Spieldauer ca. 1 Stunde und 30 Minuten, ohne Pause

GÄSTEBUCH
Foto: Jim Rakete Courtesy Schirmer/Mosel München



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