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Gastspiel
PETER MAERTENS liest EINE BLASSBLAUE FRAUENSCHRIFT von Franz Werfel

Wien, im Oktober 1936: Zwei Jahre vor dem "Anschluß" an das Deutsche Reich unter Hitler blickt der 50-jährige Leonidas zufrieden auf sein bisheriges Leben zurück. Der Sohn eines armen Gymnasiallehrers ist durch die Heirat mit einer Millionenerbin in die höchsten Kreise der Gesellschaft aufgestiegen. Nun gehört er zur politischen Elite des Landes. An seinem Geburtstag erhält er einen Brief, geschrieben in einer blassblauen Frauenschrift. Mit dem Bittgesuch von Vera Wormser, Tochter einer jüdischen Familie, holt ihn die Vergangenheit ein und er fürchtet - oder hofft er es? - daß sich sein Leben radikal ändert. Denn seine ehemalige Geliebte schreibt, daß ein "begabter, junger Mann von 17 Jahren", allem Anschein nach sein Sohn, in Deutschland "aus bekannten Gründen" nicht mehr das Gymnasium besuchen könne. Sie bittet Leonidas um Hilfe.

Franz Werfels bedeutendste Erzählung, "Eine blassblaue Frauenschrift", zeichnet präzise das Psychogramm eines Opportunisten nach. Thalia-Ensemble-Mitglied Peter Maertens liest "Eine blassblaue Frauenschrift" in einer Bearbeitung von Margret Heymann.

Peter Maertens wird 1931 in Hamburg geboren und studiert von 1950 bis 1952 Schauspiel an der dortigen Hochschule für Musik und Theater. Darauf folgen Engagements in Oldenburg, Hannover und Freiburg. 1957 wird er von Heinz Hilpert an das Deutsche Theater in Göttingen verpflichtet, bis er 1961 schließlich ans Thalia Theater kommt, das er 1970 für freie Arbeiten und Gastspiele an verschiedenen Häusern für fünfzehn Jahre verlässt. Am Thalia Theater spielt er in Inszenierungen von Jürgen Flimm, Martin Kusej, Stephan Kimmig und Andreas Kriegenburg. Er spielt unter anderem in Hebbels "Die Nibelungen", als Doge in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig", in Martin Kusejs Inszenierung "Edward II" von Christopher Marlowe und in "King Lear" von Shakespeare in der Regie von Andreas Kriegenburg. Zu seinem 50. Bühnenjubiläum 2004 steht er gemeinsam mit seinen Kindern Miriam, Michael und Kai auf der Bühne des Thalia Theaters. Er  ist seit 1985 festes Ensemblemitglied und Ehrenmitglied des Thalia Theaters in Hamburg.

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Spieldauer ca. 1 Stunde und 50 Minuten, inkl. Pause

GÄSTEBUCH
Foto: Armin Smailovic

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