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Literarischer Streifzug 62: BUCHPRÄSENTATION - DANIEL BRÜHL "Ein Tag in Barcelona"

Einen ganzen Tag wandert Daniel Brühl durch seine Heimatstadt Barcelona: vom Tibidabo, Barcelonas Hausberg, über die von den Touristen heimgesuchten Ramblas bis zu seinem lauschigen Lieblingsviertel Gràcia. Dabei begegnet er eingefleischten Boule-Spielern, Fußballstars des FC Barcelona und streitlustigen Gemüsehändlern. Er erinnert sich an seinen knorzigen andalusischen Opa, der Stierkampfreporter war, an sommerliche Gelage mit Crema catalana und an Marie, seine erste Liebe, die er mit einem Sprung vom Fünf-Meter-Turm beeindrucken wollte. Spazieren, flanieren, feiern – das kann man nirgendwo so gut wie in Barcelona. Eine Hommage an die coole, provinzielle, große, kleine, herrliche Stadt am Meer.

Daniel César Martín Brühl González, bekannt als Daniel Brühl, wurde 1978 in Barcelona geboren und wuchs in Köln auf. Mit acht Jahren gewann er einen Vorlesewettbewerb und bekam anschließend beim WDR Rollen in Hörspielen. Auch als Synchronsprecher begann er zu arbeiten. Erste Auftritte als Darsteller im Fernsehen folgten, beispielsweise 1992 in der Serie "Freunde fürs Leben". Nach seinem Abitur konzentrierte sich Daniel Brühl ganz auf die Schauspielerei. Neben einigen weiteren Fernsehrollen folgte 1999 sein erster Kinofilm "Schlaraffenland". Von da an war er hauptsächlich in Hauptrollen zu sehen und wurde schnell zu einem der jungen Stars des deutschen Kinos.

So spielte er 2001 in "Nichts bereuen" einen Zivildienstleistenden in Liebesnöten. Für diese Rolle wurde er mit dem "New Faces Award" ausgezeichnet. In "Das weiße Rauschen" von 2001 verkörperte er äußerst sensibel einen an Schizophrenie erkrankenden jungen Mann. Für diese Darstellung und seine Leistungen in "Nichts bereuen" und Zoltan Spirandellis  "Vaya Con Dios" wurde er 2002 mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Einen weiteren deutschen Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis erhielt er im folgenden Jahr für die Wende-Komödie "Good Bye, Lenin", in der er seiner ans Bett gefesselten Mutter mit allen Tricks das Ende der DDR verheimlicht. Mit "Die fetten Jahre sind vorbei" folgte ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere. Die Rolle des Amateur-Revolutionärs und unfreiwilligen Entführers Jan in ihrer Mischung aus Geradlinigkeit und Idealismus, Naivität und Energie ist für viele von Brühls Rollen typisch – und brachte ihm einen weiteren Europäischen Filmpreis ein.

In den folgenden Jahren arbeitete Brühl zunehmend in internationalen Produktionen, so 2004 in  "Ladies in Lavender" ("Der Duft von Lavendel") an der Seite von Judi Dench und Maggie Smith oder 2006 in der Titelrolle als Anarchist und Bankräuber im spanischen Erfolgsfilm "Salvador (Puig Antich)" ("Salvador – Kampf um die Freiheit", 2006), für den er in Spanien mit Preisen überhäuft wurde und unter anderem einen Goya als Bester Hauptdarsteller erhielt. Er spielte außerdem 2006 in "The Bourne Ultimatum" ("Die Bourne Verschwörung") und in "Ein Freund von mir" und zwei Jahre später einen der Zauberlehrlinge und Freund des Titelhelden in der Otfried-Preußler-Verfilmung "Krabat". 2009 sieht man Brühl in eine ganzen Reihe weiterer prestigeträchtiger Produktionen, darunter das Zweite-Weltkriegs-Drama "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino.

Ende 2010 gehört er zum hochkarätigen Ensemble des düsteren Gesellschaftsdramas "Die kommenden Tage". Eine Rolle, die ihm als Fußballfan förmlich auf den Leib geschrieben zu sein schien, spielte er zuletzt in "Der ganz große Traum", einem Film über die Einführung des Fußballs in Deutschland.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Lehmanns Media GmbH und der Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. mit dem Ullstein Verlag und dem Renaissance-Theater Berlin.

Karten: 16 € / ermäßigt 12 €



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