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DES KNABEN WUNDERHORN

In Stücken wie Schon wieder Sonntag, Kleiner Mann was nun?, Meine Nacht mit Reg oder Der nackte Wahnsinn war Frank-Thomas Mende bis 1996 auf der Bühne des Renaissance-Theaters zu Hause. „Was ist denn?“ war allerdings die Frage, die sein Leben veränderte: In der Rolle des Clemens Richter sprach er den allerersten Satz in der ersten deutschen Daily Soap und bis heute erfolgreichsten TV-Serie Europas Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Fast 18 Jahre blieb er der Serie verbunden, nun kehrt er ans Renaissance-Theater zurück.

„Von Rechts wegen sollte dieses Büchlein in jedem Hause…zu finden sein, um aufgeschlagen zu werden in jedem Augenblick der Stimmung oder Unstimmung…

Diese Art Gedichte, die wir seit Jahren Volkslieder zu nennen pflegen, ob sie gleich eigentlich weder vom Volk noch fürs Volk gedichtet sind, sondern weil sie so etwas Stämmiges, Tüchtiges in sich haben,… dergleichen Gedichte sind so wahre Poesie, als sie irgend nur sein kann; sie haben einen unglaublichen Reiz…wie der Anblick und die Erinnerung der Jugend fürs Alter hat.“ (Johann Wolfgang von Goethe, 1806)

Jeder kennt den Titel, fast keiner kennt das Buch. "Guten Abend, gute Nacht", "Wenn ich ein Vöglein wär" oder "Die Gedanken sind frei" sind uns allen geläufig, aber nur wenige wissen, daß diese und viele andere Klassiker des deutschen Liedgutes, die bis heute ein breites Publikum ansprechen, ihren literarischen Ursprung in der bedeutendsten Liedersammlung der Deutschen haben, in Des Knaben Wunderhorn.

Diese berühmte und einflußreichste deutsche Liedanthologie der befreundeten Dichter Achim von Arnim und Clemens Brentano gilt als das Hauptwerk der Heidelberger Romantik. Die Idee zu diesem Sammelwerk kam ihnen während einer gemeinsamen Rheinreise, als die wilde Rheinromantik sie mitten ins Herz getroffen hatte und sie den alten Mythen und den rauschhaften Natur- und Seelenabenteuern verfielen. Monatelang zogen sie durch die Dörfer, hausten in schlechten Herbergen, campierten unter freiem Himmel und wohnten „unter anderem in einer alten Ruine am Rhein mit einem Bettler zusammen, bloß um diesem seine Lieder abzulauschen“ (Bettina von Arnim). Zur mündlichen Überlieferung traten als Quellen Bücher, Fliegende Blätter, Handschriften und handschriftliche Einsendungen verschiedener Beiträger hinzu. Insgesamt 723 Liebes-, Wander-, Trink-, Soldaten-, Kirchen- und Kinderlieder sowie Balladen sind in den drei Bänden des Wunderhorn erfaßt – mehr als in jeder zuvor veröffentlichten Sammlung dieser Art.

Aus dem 1806/08 erschienenen Werk liest Frank-Thomas Mende Klassiker und neu zu Entdeckendes. Die literarische Zeitreise in die Romantik wird begleitet durch Musik jener Epoche.    

Einrichtung: Ulrike Jackwerth

mit
Frank-Thomas Mende
Musik Nikolai Orloff (Flügel)

Spieldauer ca. 1 Stunde 40 Minuten inkl. Pause

Kritik Bislang veröffentlichten wir an dieser Stelle Kritiken über die Aufführung. Leider wird dieser Service von Seiten der Zeitungsverlage nicht mehr stillschweigend geduldet. Daher können wir Ihnen erst nach eindeutiger Klärung, in welcher Weise die Vergütung bei der Wiedergabe von Rezensionen zu erfolgen hat, diese Information wieder anbieten.

GÄSTEBUCH
Frank-Thomas Mende, © Agentur

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