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Literarische Streifzüge 6

Anne Bennent liest Robert Walser: GWUNDRIG (BEINAHE SELTSAM)

Wenn solche Dichter wie Walser zu den ‚führenden Geistern’ gehören würden, so gäbe es keinen Krieg. Wenn er hunderttausend Leser hätte, wäre die Welt besser, glaubte Hermann Hesse. Aber Robert Walser gehörte nirgendwo dazu. Er wollte es auch nicht, und wollte es doch. Davon erzählen seine Geschichten. Walser nannte sie Alltagsvertiefungsversuche. Im Gewöhnlichen entdeckt er das Geheimnisvolle, Unheimliche; in der Normalität die Zumutung. Und doch ist er von allem immer entzückt.

Anne Bennent entführt uns in die Welt des Schweizer Dichters, das heißt - auf schwankenden Boden. Wer auf dem erhobenen Hauptes vorwärtskommen will, gibt eine komische Figur ab. Oder er wird zum Spaßmacher. Oder ein verzweifelt Haltsuchender.

Anne Bennents Sprach- und Spielkunst ist in Wahrheit hohe Verführungskunst. Die Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin aus der wohlbekannten Künstlerfamilie verführt uns, mit Robert Walser abenteuerliche Entdeckungen zu machen. Nach ihrem Lieblingsschriftsteller gefragt, gibt es für sie keinen Zweifel: Robert Walser. Und ihr Lieblingskomponist? Otto Lechner, Wien.


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