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Literarische Streifzüge 11

DIE HOCHZEIT VON KANAA und andere wunderbare Geschichten - ein Dario Fo-Abend

Mit DIE HOCHZEIT VON KANAA UND ANDERE WUNDERBARE GESCHICHTEN nimmt der Nobelpreisträger für Literatur Dario Fo die mittelalterliche Spielmanns­dichtung in sein Werk auf. Die volkstümlichen Geschichtenerzähler schlüpften bei ihren Auftritten in die Rollen ihrer jeweiligen Dialogpartner und konnten als Erzähler das Geschehen zugleich kommentieren. In den Monologen wird die Obszönität als befreiende Waffe gegen Machtansprüche eingesetzt. Schamlosigkeit und Poesie verbinden sich zu subversiven, lustvollen Texten.  Auch die Darstellung von Jesus darf bei Dario Fo als etwas besonderes angesehen werden: Er tritt nicht als Heiliger auf, sondern als tatkräftiger Mann aus dem einfachen Volk. Oder mehr noch: Jesus wird als Revolutionär gezeigt, der die Autorität von Staat und Kirche angreift und seine Wunder wie Zirkusnummern aufführt.

Ich habe von Shakespeare fast alle Narren gespielt, hier fand ich das Andere, was ich dann bei Fo so pur erlebte: Den unmittelbaren Kontakt zum Publikum, diese Frechheit der Grimasse gegen die Bosheit in der Menschen-Geschichte.“
Peter Franke

"Ein Bruder im Geiste ist er dem italienischen Theatermacher Dario Fo ganz sicher, ein Geschichtenerzähler von subtilem Humor und deftiger Komik zugleich. Schauspieler Peter Franke lässt Fos Figuren zu lebenden Karikaturen werden...
Zwischen Gaukelei und herber Gesellschaftskritik, zwischen Theater und Kabarett zelebriert Franke virtuos die Kunst des Alleinunterhalters in der Tradition der mittelalterlichen Gaukler...
Zu Fos satirisch-spöttischer Sicht aufs Leben, Religion und die Welt an sich, gibt Franke den sympathischen Komödianten... Immer mehr schlüpft Franke in die Rolle des Dichters und Querdenkers aus Italien, scheint eins zu werden mit Dario Fo, dem ewig Unbequemen, und wird dafür gefeiert."
Westdeutsche Allgemeine

"'Hofberichterstattung' ist nicht sein Ding. Dario Fo setzt den Stachel mitten ins Fleisch, benutzt Theater als politisches Instrument. Mit den alten, rüden Mitteln der Farce kämpft er gegen politische und kirchliche Machthaber...
Das Ergebnis ist eine rotzfreche, anarchische Hommage an den Nobelpreisträger von 1997...
Eine Meisterleistung, wie er episches Theater der Extreme zelebriert, gleichzeitig den Erzähler gibt, rasend schnell in zig Figuren und Dialekte schlüpft und seinem Publikum als Schmankerl noch politische Aktualitäten in Form von verpesteten Öko-Eiern um die Ohren haut."
Recklinghäuser Zeitung

"Wie in der Tradition der „giulari“ und Dario Fos spielt auch Peter Franke alle Rollen alleine, aber nicht als burleskes Feuerwerk, nein er lässt die Geschichten Geschichtchen sein, erzählt sie behutsam, mit Einfühlungsvermögen, gespickt mit Bildungswissen rundherum und ironischen Kommentaren seinerseits, dargeboten ganz bewusst in Brechts epischer Verfremdungsmanier."
Landshut aktuell

"Mit einer Lesung, die keine ist, zieht Franke das Publikum mit dem Fo-Programm in seinen Bann und präsentiert den schonungslosen Blick des Satirikers. „Man kann Fo nicht nach dem Textbuch spielen“, erklärt Franke, „ man macht sich seine Geschichten zu eigen und sucht einen eigenen Weg, sie zu erzählen.“ Eben dieses Prinzip macht die Vorstellung Frankes so einmalig..."
Morgenpost Hamburg

"Mit rauem Waterkant-Charme, doch beinahe mediterran komödiantischer Fabulierlust erzählt er obszöne und andere „wunderbare Geschichten“ des Nobelpreisträgers von 1997. Aus Fo wird unverkennbar Franke, der in frivolen Fabeln schon mal Seitenhiebe gegen politische und kirchliche Machthaber platziert und über den Medienzeitgeist spottet."
Hamburger Abendblatt

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