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Literarische Streifzüge 12

Mario Adorf liest Gabriel García Márquez: LEBEN, UM DAVON ZU ERZÄHLEN

"Nicht was wir gelebt haben, ist das Leben, sondern das, was wir erinnern, um davon zu erzählen."    
Gabriel García Márquez

Nach mittlerweile 25 Romanen veröffentlicht García Márquez endlich den ersten Teil seiner von zahlreichen Verehrern lang und heiß ersehnten Memoiren. In seinem unvergleichlichen Stil und mit seiner präzis durchdachten Technik schreibt er seine Erinnerungen nieder. Kenner seiner Romane werden viele der Gestalten und Orte wiedererkennen; denn sie dienten dem Autor als Vorlage für seine zahlreichen Werke – so auch, die Geschichte seiner Eltern, Ausgangspunkt für DIE LIEBE IN ZEITEN DER CHOLERA (1986). García Márquez erzählt von der eigenen Kindheit und Jugend, von großer Armut und wilden Liebesabenteuern, von Freunden fürs Leben und der Leidenschaft für die Literatur.

Der 75-Jährige, 1982 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, hielt sich bereits im Grundschulalter für einen Schriftsteller. Diese Überzeugung brachte ihn 1949 dazu, sein Jurastudium aufzugeben und sich voll und ganz dem Schreiben zu widmen. Zunächst arbeitete er als Journalist bei verschiedenen Zeitungen. Sein erster Roman, LAUBSTURM, erschien 1951.

Auch Mario Adorf ist ein großer Verehrer García Márquez’ und sieht sich in seinem eigenen literarischen Schaffen von ihm beeinflusst. Dies prädestiniert ihn für die Rolle des Vorlesenden: „Ich habe immer schon fassungslos vor Márquez' Fähigkeit gestanden, seine Heimat Kolumbien und die Menschen in diesem heißen Klima so atmosphärisch dicht zu beschreiben. Wie wunderbar zeichnet er in seinem neuen Buch sich und die Mutter auf einer Reise zum Hausverkauf, wie lebendig und persönlich stehen geringste Charaktere da: der Doktor, Schrecken seiner Kindheit, jetzt ein alter kranker Mann, bizarre Verwandte, das Haus der Kindheit beschreibt er, dass man glaubt, hineingehen zu können.

"Klassiker zu Lebzeiten"
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Mit welch üppigen Fabeln und poetischen Kapriolen hat García Márquez den Lesern in aller Welt die Augen geöffnet vor den wunderbaren Wirklichkeiten seiner kolumbianischen Heimat an den schwülen Gestaden des karibischen Meeres, wo die Rohrdommeln segeln, wo sintflutartig der Regen fällt und die Erinnerung, Träume und Delirien aufsteigen aus dampfender Feuchtigkeit."
Der Spiegel

"Gabriel García Márquez versteht es, den Dingen jene geheimnisvolle Kunst und Kraft zu verleihen, die sie übernatürlich erscheinen lassen. Wobei es im Prinzip keine Rolle spielt, ob diese Dinge erfunden, gefunden, imaginiert oder nach der Anschauung beschrieben werden."
Tages-Anzeiger Zürich

"Über allen Werken von García Márquez liegt ein poetischer Zauber."
Süddeutsche Zeitung

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Kiepenheuer & Witsch

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