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Literarische Streifzüge 19

Ian McEwan: SATURDAY

Henry Perowne, Neurochirurg, 48, ist ein glücklicher Mann: Er hat Spaß an der Arbeit, beim Sex mit seiner Frau, liebt Musik und seine Familie, ißt gern und treibt gern Sport. Als wohlhabender Mann hat er ein wohlgeregeltes Leben. So scheint sein freier Samstag klar vor ihm zu liegen: Er wird Squash spielen mit seinem Kollegen. Dann will er Fisch kaufen und kochen für ein Festessen im Kreis der Familie. Dieser Samstag aber ist kein beliebiger Samstag, es ist der 15. Februar 2003. Mit seinem Mercedes S500 versucht Henry auf dem Weg zum Squash Hunderttausende von Demonstranten gegen den Irakkrieg weiträumig zu umfahren. In Gedanken versunken, rammt er den Seitenspiegel des roten BMWs eines Kleinganoven. Drei Typen steigen aus …

SATURDAY ist ein Buch über die Zerbrechlichkeit des Glücks und die Verwundbarkeit der westlichen Welt. Es handelt vom Preis unseres Seelenfriedens und von unserer Verantwortung für die Welt. Ian McEwans letzter Roman, ABBITTE, wurde rund um den Globus als Meisterwerkgefeiert. SATURDAY ist ebenso wunderbar und klarsichtig geschrieben, dabei brandaktuell und temporeich. Dieses Buch zeigt, wie eine winzige Begebenheit einen Strudel von Ereignissen auslösen kann, und nichts ist wie zuvor.

"Henry Perowne ist achtundvierzig Jahre alt, der glücklich verheiratete Vater einer angehenden Dichterin und eines talentierten Jazzmusikers. Diese Konstellation erlaubt es McEwan, über Ehe und Vaterschaft, über Jazz und Literatur, über Kochen, Gene und die Beschaffenheit des Hirns nachzusinnen – und dies alles im Lichte der Ereignisse vom 11. September 2001."
Gina Thomas/Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Feinfühlig und philosophisch. Faszinierend präzise, ebenso anspruchsvoll wie fesselnd, menschlich und zum Nachdenken anregend. Dieser Roman über einen Hirnspezialisten, geschrieben von einem Kenner des menschlichen Herzens, bestätigt Ian McEwans führenden Rang unter den Autoren seiner Generation."
Sunday Times, London

Ian McEwan, geboren 1948, lebt in London. Schon seine ersten Erzählungen wurden 1976 mit dem Somerset-Maugham-Award ausgezeichnet. 1998 erhielt er den Booker Preis für AMSTERDAM, im Jahr darauf den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk. ABBITTE erhielt nicht nur amerikanische und britische Preise, sondern wurde außerdem 2004 in Santiago de Compostela als ›Bester Europäischer Roman‹ ausgezeichnet. Ian McEwan ist Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Bücherstube Marga Schoeller, des Diogenes Verlages und des Renaissance-Theaters mit Unterstützung des British Council


GÄSTEBUCH
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