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Literarische Streifzüge 37

Bernhard Schlink: DAS WOCHENENDE

Deutscher Sommer, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, auf einem verfallenen Landsitz. Was stimmt noch?
Nach 20 Jahren im Gefängnis ist er überraschend begnadigt worden. Christiane, seine Schwester, will sein erstes Wochenende in Freiheit mit einem Dutzend alter Freunde feiern, in einer verfallenen Villa auf dem Land, ohne Reporter und Kameras. Der Journalist Henner, die Lehrerin Ilse, der Geschäftsmann Ulrich mit Frau und Tochter, Karin, Bischöfin einer kleinen Landeskirche, der Rechtsanwalt Andreas – sie alle haben damals in irgendeiner Form mit der Revolution sympathisiert. Heute haben sie ihren festen Platz im bürgerlichen Leben. Sie kommen aus Loyalität, aus Nostalgie, aus Neugier. Sie wollen gern raten und helfen und zu-gleich Distanz wahren. Aber sie können sich der Konfrontation mit ihrer eigenen Biographie, ihren Lebensträumen und Lebenslügen nicht entziehen. Die Vergangenheit wird lebendig. Mit der atmosphärischen Intensität eines Kammerspiels wird Bilanz gezogen.
Der 1944 geborene Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman „Selbs Justiz“ zusammen mit Walter Popp. Der preisgekrönte Roman „Der Vorleser“ (1995), der Erzählband „Liebesfluchten“ (200) und der Roman „Die Heimkehr“ (2006) begründeten seinen Weltruhm.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Lehmanns Fachbuchhandlung mit dem Diogenes Verlag und dem Renaissance-Theater Berlin

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