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Literarische Streifzüge 38

Ernst Jacobi: GEB. '33

"geb. ’33" sind die facettenreichen, schonungslosen und anrührenden Jugenderinnerungen des Schauspielers Ernst Jacobi, der in und mit der Nazizeit aufwuchs. Er erfuhr dort Prägungen und Irritationen, die ihn sein Leben lang nicht losließen …

Ernst Jacobi erzählt von seiner Kindheit und Jugend in einer Zeit, in der Propaganda, Diktatur, Verblendung und Anpassung den Alltag prägten. Er schreibt über beglückende und beklemmende Erfahrungen, über die Trennung von seiner Mutter, Sekretärin im Reichsluftfahrtministerium, die ihre beiden Kinder über sechs Jahre im Krieg verließ. Über seinen Vater, Akademiker und Offizier, dessen Familie dafür sorgte, daß er sich von der nicht „standesgemäßen“ Frau wieder scheiden ließ, und der mit seinem Sohn bei dessen seltenen Besuchen mit Holzsoldaten spielte. Über den Onkel, zu dem ihn seine Mutter „abgegeben“ hatte, einen stramm nationalen Pfarrer im westpreußischen Großbösendorf, später versetzt in ein thüringisches Rhön-Dorf. Über seine Bereitschaft, sich im Jungvolk politisch verführen zu lassen, und schließlich über das Kriegsende mit Amerikanern und Russen, die Rückkehr ins zerstörte, geteilte Berlin und die Entdeckung der lange vermissten Sprache und Literatur – eine Liebe, die ihn schließlich zum Theater führt ...

Der Schauspieler Ernst Jacobi wurde 1933 in Berlin geboren und war schon als Jugendlicher beim RIAS engagiert. Nach dem Abitur absolvierte er eine Schauspielausbildung auf der renommierten Max-Reinhardt-Schule und begann danach eine steile Karriere als Schauspieler, die ihn von Berlin über München, Wien und Zürich auf die wichtigsten deutschsprachigen Bühnen führte und die in vielen Film- und Fernsehproduktionen ihre weiteren Höhepunkte fand. Ernst Jacobi lebt heute in München.

Eine Veranstaltung des Transit Verlages in Zusammenarbeit mit dem Renaissance-Theater Berlin

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