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Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er nahm 1765 das Studium der Rechtswissenschaften in Leipzig auf, verfolgte jedoch zugleich literarische und künstlerische Interessen. Krankheitsbedingt unterbrach er 1768 sein Studium, das er erst 1770 in Straßburg fortsetzen konnte. In jener Zeit machte er die Bekanntschaft Johann Gottfried Herders, der ihn auf die Literatur Shakespeares und Homers aufmerksam machte. Nach seiner Promotion 1771 kehrte er nach Frankfurt am Main zurück, erhielt die Zulassung als Advokat am Schöffengericht und absolvierte am Reichskammergericht in Wetzlar ein Praktikum. Als einflußreicher Sturm-und-Drang-Dichter etablierte er sich in den folgenden Jahren u. a. mit „Wanderers Sturmlied“ und „Götz von Berlichingen“.

Weltruhm erlangte Goethe 1774 mit seinem Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“, der autobiographische Züge aus seiner Wetzlarer Zeit aufweist. 1776 folgte er der Einladung Herzogs Karl August von Sachsen-Weimar, in Weimar als Geheimer Legationsrat tätig zu werden; als Gemeiner Rat wurde er 1779 Regierungsmitglied. 1782 wurde er geadelt und übernahm die Leitung der Finanzkammer.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Goethe zum Dichter der Klassik und verfaßte Gedichte wie „Grenzen der Menschheit“, „An den Mond“ oder „Wanderers Nachtlied“; daneben entstanden das Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ (1787) und der Bildungsroman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“. Von Beginn der 1880er Jahre an konzentrierte sich Goethe auf naturwissenschaftliche Forschungen, entdeckte 1784 den Zwischenkieferknochen des Menschen und entwickelte eine eigene Methode der morphologischen Beobachtung.

1786 trat Goethe seine berühmte Italienreise an. Er vollendete die Werke „Egmont“ und „Torquato Tasso“, skizzierte die „Römischen Elegien“ und arbeitete „Iphigenie auf Tauris“ in Blankverse um. 1788 kehrte er nach Weimar zurück. Hier lernte er Christiane Vulpius, seine spätere Frau, kennen. 1790 verfaßte Goethe die wissenschaftliche Abhandlung „Metamorphosen der Pflanzen“ und brach zu seiner zweiten Italienreise auf, die er in den „Venezianischen Epigrammen“ literarisch verarbeitete. 1794 traf er Friedrich Schiller und wurde Mitarbeiter an dessen Zeitschrift Die Horen sowie am Musenalmanach.
 
1806 vollendete Goethe den ersten Teil des Bühnenwerks „Faust“. Ein Liebeserlebnis mit Minna Herzlieb spiegelte er im Roman „Die Wahlverwandtschaften“ (1809) wider. Die Begegnung mit Marianne von Willemer inspirierte ihn zum „West-östlichen Divan“ (1819). Die „Marienbader Elegien“ sind Ausdruck seiner Zuneigung zur jungen Ulrike von Levetzow, der er 1823 in Marienbad begegnete. Zu seinem Spätwerk gehört der zweite Teil des Universaldramas „Faust“. Auf sein Leben blickt Goethe in seinen Werken „Die italienische Reise“ (1816/17) und „Dichtung und Wahrheit“ (1811/14, 1833) zurück.
 
Johann Wolfgang von Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar.

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