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Barbara Nüsse
Barbara Nüsse wurde in Essen geboren und erhielt ihre Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Ihr erstes Engagement führte sie an das Ateliertheater Bern. Von 1967 bis 1971 kehrte sie nach München zurück und spielte am Bayerischen Staatsschauspiel u. a. die Celia in Hans Lietzaus Inszenierung von „Wie es euch gefällt“, die Olivia in „Was ihr wollt“ (Regie: Johannes Schaaf) und die Titelrolle in Lessings „Minna von Barnhelm“ (Regie: Niels-Peter Rudolph).
Dem Kölner Publikum dürfte ihre Klara in Hebbels „Maria Magdalena“ (Regie: Hansgünther Heyme), mit der sie auch zum Theatertreffen in Berlin eingeladen war, in Erinnerung geblieben sein: "Wie diese Schauspielerin falsche Töne und Naturton in eins bringt, wie sie in Dialog und Geste den gewaltigen Überrest an Menschlichkeit in Klara spüren lässt..., das ist eine ganz außergewöhnliche Leistung... Schon immer eine imponierende Schauspielerin, hat sie mit dieser Rolle noch einmal einen ganz großen Sprung getan." (Süddeutsche Zeitung, 4.10.1972). Es folgten weitere Rollen in Inszenierungen von Hansgünther Heyme und anschließend Engagements am Staatstheater Stuttgart unter Claus Peymann und am Schauspielhaus in Bochum. Von dort folgte sie Anfang der 80er Jahre Niels-Peter Rudolph ans Hamburger Schauspielhaus, später wechselte sie an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. Seit 1985 arbeitet sie freischaffend und ging u. a. mit einer szenischen Umsetzung des Molly-Bloom-Monologs aus James Joyces „Ulysses“ unter dem Titel „Penelope auf Tournee“ (Regie: Ulrich Waller).
In der Uraufführung von Elfriede Jelineks „Stecken, Stab und Stangl“ (Regie: Thirza Bruncken) spielte sie 1996 erneut am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.
Es folgten u. a. Rollen am Schauspielhaus Bonn und am Schauspielhaus Zürich in Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Christoph Marthaler und David Mouchtar-Samorai. 2002 war Barbara Nüsse am Maxim Gorki Theater in Berlin in Henrik Ibsens „Gespenster“ zu sehen, im darauffolgenden Jahr als „Martha Jellneck“ an den Hamburger Kammerspielen. 2004 spielte sie in Jon Fosses „Todesvariationen“ am Schauspielhaus Bochum (Regie: Matthias Hartmann) und am Schauspielhaus Zürich in Henrik Ibsens „John Gabriel Borkmann“ (Regie: Barbara Frey).
 
Am Renaissance-Theater war Barbara Nüsse 2003 in einer Produktion der Hamburger Kammerspiele von Arthur Millers "Scherben" (Regie: Elke Lang) und 2006 in „Vita & Virginia“ (Regie: Torsten Fischer) zu sehen.
 
(Stand: September 2006)

Aufführungen:
VITA & VIRGINIA
SCHERBEN
PENELOPE
Porträt, © Ralf Brinkhoff

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