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DER DICHTER, DER ÜBER SEINEN SCHATTEN SPRANG

Eine Hommage an Ferdinand Bruckner

Anläßlich des 50. Todestages seines Gründers Ferdinand Bruckner erinnert das Renaissance-Theater an Leben und Werk des heute nahezu in Vergessenheit geratenen Dramatikers und Theaterleiters. In der späten Weimarer Republik war Ferdinand Bruckner (eigentlich Theodor Tagger) einer der prominentesten und umstrittensten Bühnenautoren und eröffnete zusammen mit seiner Frau Bettina das Renaissance-Theater in Berlin. „Sonst werden Theater zu Kinos – hier ist einmal ein Kino zum Theater geworden“, konnte man am 19. Oktober 1922 in der Vossschen Zeitung lesen. Selbst der Theaterfürst Max Reinhardt klagte damals, der Film nehme dem Theater „vorn an der Kasse das Publikum weg und rückwärts hinter den Kulissen die Schauspieler“. Nun aber wird das Terra-Kino in der Hardenberg-/ Ecke Knesebeckstraße geschlossen, und an seiner Stelle eröffnet ein „Renaissance“-Theater  - als sei der Name eine Anspielung auf die Wiedergeburt des wahren Theaters inmitten all der Lichtspiel-Theater. „Der kühne Mann, der die Hindernisse vor Augen hat und darüber hinwegspringen will, einem vorerst und hoffentlich dauernd innegehaltenen Ideal entgegen, heißt Theodor Tagger“, schrieb das Berliner Tageblatt. Mit Stücken wie „Krankheit der Jugend“ und „Die Rassen“ erlangte Ferdinand Bruckner Weltruhm. Heimgekehrt aus dem Exil starb er am 5. Dezember 1958 in Berlin.

mit
Boris Aljinović, Tina Engel, Katherina Lange, Prof. Klaus Völker
Musik Nikolai Orloff (Flügel)

GÄSTEBUCH
Ferdinand Bruckner

© Iko Freese/ drama-berlin.de

© Tina Merkau

© Agentur

© privat

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