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DAS GESPENST VON CANTERVILLE

Hans-Jürgen Schatz liest Oscar Wilde

Die Erzählung "Das Gespenst von Canterville" ("The Canterville Ghost", 1887) von Oscar Wilde ist alles andere als ein Abenteuermärchen für Kinder. Es ist eine sowohl strukturell als auch sprachlich brillante, überwältigend humorvolle, meisterhaft erzählte Geschichte. Die zwischen Gesellschaftssatire und Burleske schwankende Erzählung, die ein romantisch-sentimentales, um nicht zu sagen religiös-pathetisches Ende nimmt, zieht jeden in ihren Bann - vom ersten Satz an. Wilde beweist, daß er ein Meister der Charakterisierung seiner Figuren ist; daß er es vermag, durch wenige Worte die Illusion zu vermitteln, man selbst hätte dabei gestanden; daß er Herr über eine wunderbare, eine seltene Eigenschaft ist: Die Leichtigkeit. Wilde ist leicht im Wort, leicht im Stil, leicht im Lachen und leicht im Weinen. Ja, er schreibt von Erlösung durch Tod und ist dabei - leicht!

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb dazu: Schatz liest Wildes "hylo-idealistische Romanze" so temperamentvoll und moduliert ihre Figuren so subtil, daß der Zuhörer bald vergißt, daß ein einzelner Sprecher ihn unterhält. Schatz näselt aristokratisch wie ein Lord, poltert strotzend vor Sorglosigkeit wie der amerikanische Käufer des Schlosses und klingt als Gespenst wie ein quengelnder Griesgram, der die Tochter des neuen Schloßherrn um Erlösung anfleht. Wenn sein Gerippe Ruhe findet, ist die Erzählung an uns vorübergeflogen wie ein wunderbarer Spuk.

Bei unseren Veranstaltungen im Bruckner-Foyer können Sie Ihre Plätze frei wählen: Rechtzeitiges Erscheinen sichert Ihnen die besten Plätze. Das Getränkebuffet ist vor der Vorstellung und in der Pause geöffnet.

Kartenpreise: 18 € / ermäßigt 12 €

mit
Hans-Jürgen Schatz

GÄSTEBUCH
Foto: Nico Stank

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