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Deutschsprachige Erstaufführung
MONDLICHT UND MAGNOLIEN

von Ron Hutchinson

Deutsch von Katharina Abt / Daniel Karasek

„Vom Winde verweht“ – ein monumentaler Hollywoodstreifen über die Lieb- und Leidenschaften einer glutäugigen Südstaatenschönheit während der Wirren des amerikanischen Bürgerkriegs. Ein Meilenstein der Filmgeschichte, der Millionen von Zuschauern in seinen Bann zog. Um ein Haar aber wäre es nie zu einem der größten Kassenschlager aller Zeiten gekommen!

Das Making Of dieses Südstaatenepos’ ist ein so unglaubliches und aberwitziges Szenario, daß es glatt-weg erfunden sein könnte – ist es aber nicht. Erzählt wird die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit:

Das Jahr 1939. Produzent Selznick ist mit seinen Nerven am Ende, denn sein prestigeträchtigstes Projekt, die Verfilmung des 1000-Seiten-Wälzers „Vom Winde verweht“ , ist kurz nach Drehbeginn vom Untergang bedroht. Die alte Filmcrew ist auf Grund von Unfähigkeit gefeuert. Nun muß Ersatz her – und zwar schnell! 5 Tage hat er Zeit, dann muß er der Presse seine Pleite eingestehen. Die Rettung naht mit Victor Fleming, seines Zeichens Starregisseur, und Ben Hecht, dem Drehbuchautoren schlechthin. Nur hat letzterer keine Seite der Schnulze gelesen und weigert sich strikt, für diesen „Mondlicht-und-Magnolien-Kitsch“ auch nur ein Blatt zu beschreiben. Da fackelt Selznick nicht lange: Kurzerhand ‚kidnappt’ er Hecht, indem er sich mit ihm und Fleming in seinem Büro verbarrikadiert, und fordert: das Drehbuch!

Dann heißt es „Vorhang auf“ für das erste Rat Pack Hollywoods: Selznick und Fleming schreien, lieben, prügeln, krampfen und gebären sich den Inhalt des Buches über 5 Tage aus Leib und Seele, damit Hecht den Stoff zu Papier bringen kann. Sie übernehmen alle Rollen gleichzeitig – und wer hätte gedacht, daß in dem feisten Selznick eine kokette Südstaatenschönheit schlummert oder der abgebrühte Fleming sich als naives Sklavenmädel wehleidig jammernd auf dem Boden wälzen würde?
Nach dramatischen Stunden mit Geburt und Tod, Begegnung und Abschied, Intrigen und Freundschaften, ist es schließlich vollbracht – und in ihren verschwitzten Händen halten die drei erschöpften Männer ein Drehbuch aus jenem Stoff, aus dem Filmlegenden sind.

mit
Boris Aljinović, Jürgen Tarrach, Guntbert Warns, Barbara Kowa
Regie Tina Engel
Bühne Werner Hutterli
Kostüme Petra Kray

Spieldauer ca. 2 Stunden inkl. Pause

Kritik Bislang veröffentlichten wir an dieser Stelle Kritiken über die Aufführung. Leider wird dieser Service von Seiten der Zeitungsverlage nicht mehr stillschweigend geduldet. Daher können wir Ihnen erst nach eindeutiger Klärung, in welcher Weise die Vergütung bei der Wiedergabe von Rezensionen zu erfolgen hat, diese Information wieder anbieten.

GÄSTEBUCH
© Barbara Braun/ drama-berlin.de

© Barbara Braun/ drama-berlin.de

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