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WILL IN SCHÖN'RE WELTEN LANGEN

Kammermusik & Literatur 5

‚Versteckte Stege’ zwischen Musik, Literatur und Schauspiel aufzuspüren, ist ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die reiche Künstlerbiographie von Udo Samel zieht. Da inszeniert er Bühnenversionen von Schuberts Liederzyklen "Die Winterreise", "Die schöne Müllerin" und "Schwanengesang", da spielt er Schubert selbst, in dem von Fritz Lehner umgesetzten Film "Notturno. Mit meinen heißen Tränen". Da übernimmt er eine Opernregie,  Alban Bergs "Wozzeck" am Nationaltheater Weimar. Und da tritt er gemeinsam mit dem Kuss Quartett auf. Es sei denn, er geht gerade seinem "Nebenberuf" nach: als viel gefragter Bühnenschauspieler am Wiener Burgtheater.

Nein, musikalische Trampelpfade zu nutzen, ist wohl kaum das Merkmal des Kuss Quartetts. Vielmehr brennt das Ensemble für das Experiment: Vokalmusik der Renaissance zu bearbeiten, etwa Sätze von Orlando di Lasso, um so zu den Wurzeln des Quartettspiels vorzudringen; das Transkribierte dann mit zeitgenössischer Musik zu kombinieren – mit Lachenmann oder Kurtág –, um ein Spannungsfeld aufzubauen. Und schließlich: Musik und Literatur nebeneinander zu stellen, auf dass sie sich wechselseitig beleuchten mögen. 

Gespielt und gelesen wird aus die "Gedanken über den Ursprung der Musik" von Bruno Walter, von György Kurtág das "Officium breve für Streichquartett op.28" und von Franz Schubert "Mein Gebet", aus den Tagebüchern und Briefen, der Quartettsatz c-moll D703 Allegro assai sowie das Streichquartett "Rosamunde".

mit
Udo Samel
Musik Kuss Quartett

GÄSTEBUCH
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