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KAMMERMUSIK & LITERATUR 1

Kuss Quartett & Udo Samel

„Da ist Musik drin“, pflegte Hans Poelzig, in den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts einer der einflußreichsten deutschen Architekturlehrer und Schöpfer des Haus des Rundfunks in der Masurenallee, seinen Schülern zu versichern, wenn er eine Aufgabe kompetent gelöst sah.

Poelzigs Kollege, Oskar Kaufmann, meinte zu seinem Umbau des Renaissance Theaters:

"Der wunderlichste Grundriß, der nicht zu umgehen war, wurde verwendet, um die freundlichsten und elegantesten Raumbilder aus dem Boden zu zaubern, die über alle wunderlichen Asymmetrien der Anlage lächelnd hinwegtäuschen. Es bleibt eben bei allen Theaterbauten immer die Frage: Wie kann der Zuschauer in Atem gehalten werden?"

In "Atem" zu halten mit einem besonderen Programm - aus KAMMERMUSIK & LITERATUR zusammengefügt -  ist unser Anliegen. Wir hoffen, daß Sie nach zwei Stunden "verzaubert" und mit einem "freundlichen Lächeln" die Aura des Renaissance-Theaters verlassen - mit dem Wunsch, weitere Konzerte mit KAMMERMUSIK & LITERATUR in diesem Saal zu erleben.

Der Theaterbaukünstler Oskar Kaufmann hat uns das Stichwort "Asymmetrien" für unser Programm gegeben: Udo Samel beginnt unsere Matinée mit einem kurzen Zitat von Fernando Pessoa. Dann spielt das Kuss Quartett Wolfgang Amadeus Mozarts erstes Streichquartett in G-Dur KV 80.
Anschließend liest Udo Samel weiter aus dem "Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares", einem Werk, das längst zum Kanon der Weltliteratur gehört und dessen Autor Fernando Pessoa der wohl bedeutendste moderne Dichter Portugals ist.
Es folgt das Streichquartett Nr.6 von Béla Bartók, seine letzte Komposition dieser Gattung, ist zugleich sein letztes in Europa geschaffenes Werk.
Bis zur Pause hören Sie noch einige Ausschnitte aus dem "Buch der Unruhe". Nach der Pause wird Udo Samel seine Auswahl aus Fernando Pessoas Werk fortführen.

Den Ausklang unserer Matinée mit KAMMERMUSIK & LITERATUR gibt dann das Kuss Quartett mit dem Streichquartett Nr.6 in f-moll op.80 von Felix Mendelssohn Bartholdy, das dieser in seinem letzten Lebensjahr 1847 geschrieben hat.

Zu diesem "asymmetrischen" Programm laden wir Sie ganz herzlich ein und meinen, mit Fernando Pessoa:

"Die Kunst besteht darin, die anderen Menschen fühlen zu lassen, was wir fühlen, sie von sich zu befreien und ihnen unsere Persönlichkeit für diese besondere Befreiung vorzuschlagen."

mit
Udo Samel
Musik Kuss Quartett

GÄSTEBUCH


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