Suzanne von Borsody

Sie kommt aus einer Schauspielerfamilie, ihre Eltern sind Hans von Borsody und Rosemarie Fendel. Suzanne von Borsodys Theaterkarriere fing fast zeitgleich mit der Arbeit vor der Kamera an, als sie 1980 am Schauspiel Frankfurt engagiert wurde. Danach war sie 13 Jahre in festen Engagements. Über die Schauspielhäuser in Bremen, Düsseldorf und Zürich sowie über die Salzburger Festspiele führte ihr Weg nach Berlin, wo sie ab 1987 zum Ensemble des Schillertheaters gehörte. Dort stand sie das erste Mal mit Guntbert Warns auf der Bühne. In Jérôme Savarys Dumas-Adaption D’ARTAGNAN UND DIE DREI MUSKETIERE spielte er die Titelrolle und sie die Lady de Winter. Als das Schillertheater 1993  geschlossen wurde, konzentrierte sie sich die nächsten Jahre vermehrt auf die Arbeit vor der Kamera.  Zu ihren ersten Auszeichnungen, dem Chaplinschuh, der Golden Kamera sowie dem Grimme Preis gesellten sich zwei weitere Goldene Kameras, ein weiterer Grimme Preis, zwei Deutsche Fernsehpreise und ein Bayerischer Filmpreis, bis sie sich erneut der Bühne zuwandte. Am Renaissance-Theater spielte sie 2001 in der DEA von Rezas DREI MAL LEBEN (Regie: Felix Prader) und kehrte 2006 für die DEA von Frayns VERDAMMT LANGE HER (Donkey’s years) (Regie: Torsten Fischer) zurück. Für ihre schauspielerische Leistung wurde ihr der "Goldene Vorhang", der Publikumspreis des Berliner Theaterclubs verliehen.

Die Wege von Suzanne von Borsody und Guntbert Warns kreuzten sich im Laufe ihrer Karrieren immer wieder, auch vor der Kamera. So drehten sie z. B. 2005 DER ZWEITE BLICK (Regie: Ariane Zeller) und 2009 SCHICKSALSTAGE IN BANGKOK (Regie: Hartmut Griesmayr). Den Fernsehzuschauern ist sie darüber hinaus in Erinnerung geblieben in der Rolle einer Alkoholikerin in DUNKLE TAGE (1999, Regie: Margarethe von Trotta), als Analphabetin in WIE BUCHSTABIERT MAN LIEBE (2001, Regie: Christine Hartmann) oder als Gesine in der Romanverfilmung von Uwe Johnsons JAHRESTAGE (2001, Regie: Margarethe von Trotta). 2003 spielte sie gemeinsam mit ihrer Mutter Rosemarie Fendel in MENSCH MUTTER (Regie: Florian Gärtner), 2010 sah man sie in dem Zweiteiler DER CHINESE (Regie: Peter Keglevic), 2014 folgte MÄNNERTREU (Regie: Hermine Huntgeburth).  Sie stand mit Persönlichkeiten wie Götz George, Richard Chamberlain oder Michel Piccoli vor der Kamera.

Wie Rosemarie Fendels Stimme ist auch ihre sehr beliebt, sie gibt Lesungen, u. a. auf der lit.COLOGNE und spricht Hörbücher ein. 2010 wurde ihr der Bayerische Verdienstorden für ihr soziales Engagement für "Hand in Hand for Africa" und  Unicef verliehen, seit 2013 ist sie außerdem Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

Im Renaissance-Theater Berlin war sie wieder ab 2011 zu sehen und stand mit Guntbert Warns in Goos‘ DER LETZTE VORHANG auf der Bühne (Regie: Antoine Uitdehaag). Für ihre Rolle wurde ihr erneut der "Goldene Vorhang" verliehen. Das "künstlerische Kraftpaket", wie der Spiegel sie einst beschrieb, ging mit dieser Inszenierung anschließend 5 Jahre auf Tournee durch den gesamten deutschsprachigen Raum.  Sie selber bezeichnet das Renaissance-Theater zusammen mit dem Ernst-Deutsch Theater in Hamburg als ihr künstlerisches Zuhause.

(Stand: März 2017)


Aufführungen:
VERDAMMT LANGE HER (Donkeys' Years)
DREI MAL LEBEN
VERDAMMT LANGE HER (Donkeys' Years) -Gastspiel des RT-
DER LETZTE VORHANG
KONSTELLATIONEN
Foto: Mirko Jörg Kellner
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