Sabine Wegner
Sie erhielt ihre Ausbildung 1976 bis 1979 an der Folkwang Universität der Künste in Essen. 1979 trat sie ihr erstes Engagement am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart an. Dort war sie u. a. in Inszenierungen von Hansgünther Heyme zu sehen, z. B. 1979 als Elisabeth in Schillers DON CARLOS, 1980 in der Titelrolle der MINNA VON BARNHELM von Lessing, 1981 als Carola Martin in der DE von Mnouchkines Theateradaption des MEPHISTO oder als Lucile in Büchners DANTONS TOD.
1984 und 1985 war sie am Schauspiel Frankfurt tätig, wo sie u. a. Eve in Kleists DER ZERBROCHNE KRUG darstellte. 1985 bis 1988 arbeitete sie am Thalia Theater in Hamburg. Hier spielte sie 1986 die Célimène in Molières DER MENSCHENFEIND und die Molly in Wedekinds DER MARQUIS VON KEITH. Einem größeren Publikum wurde sie 1986 in Reinhard Hauffs Film STAMMHEIM bekannt, in dem sie Gudrun Ensslin verkörperte. In Taboris Stammheim-Projekt im selben Jahr in der Hamburger Kampnagelfabrik übernahm sie diese Rolle erneut.

Zwischen 1988 bis 1991 war sie an der Schaubühne am Lehniner Platz engagiert, wo sie 1989 Camille in Corneilles HORACE, 1989 die Schlaffrau in der UA DIE ZEIT UND DAS ZIMMER von Strauß (Regie: Luc Bondy) und 1990 die ältere Schwester in Koltès` ROBERTO ZUCCO verkörperte. 1992 bis 1996 gehörte sie dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg an. Dort spielte sie 1992 die Gräfin Orsina in Lessings EMILIA GALOTTI, wirkte 1993 in der UA von KRITIK IN FESTUNG von Goetz und 1996 in Handkes KASPAR mit. Sie war 1996 im Rahmen der Wiener Festwochen in Sobols ALMA (Regie: Paulus Manker) zu sehen. Eine langjährige enge Zusammenarbeit verband sie mit Jürgen Gosch, unter dessen Regie sie u. a. 2011 in Kleists AMPHYTRION im Hamburger Schauspielhaus spielte.

Neben ihren zahlreichen Theaterengagements steht sie regelmäßig für Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Seit 2012 unterrichtet sie Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig und inszeniert selber.

(Stand: Oktober 2016)


Aufführungen:
DER VATER
Foto: Joachime Gern
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