Literarischer Streifzug 95: Volker Weidermann "BRENNENDES LICHT" - Buchpremiere

Moderation: Matthias Brandt

1941: Als Anna Seghers endlich die Flucht aus Europa gelingt, ahnt sie nicht, dass die Jahre in Mexiko ihre Leben entscheidend prägen werden. Hier erlebt sie mit der Veröffentlichung des "Siebten Kreuzes" in den USA den ersten Ruhm, hier schreibt sie ihre wichtigsten Werke und erfährt sowohl den Verlust der Mutter, die sie nicht mehr aus Nazi-Deutschland retten kann, als auch die eigene Endlichkeit, als sie bei einem schweren Verkehrsunfall fast stirbt.

In den Jahren 1941 bis 1947 trifft sie in Mexiko Stadt nicht nur Diego Rivera, Frida Kahlo und Pablo  Neruda, sondern auch deutsche Exilkommunisten und Juden, die wie sie mit dem Stalinismus ringen. Inmitten überbordender Farben, gleißenden Lichts und einer Kultur, die den Tod feiert, bleibt die Sehnsucht nach Europa. . .

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er war Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und ist seit 2015 Autor beim SPIEGEL. Zuletzt erschien von ihm "Träumer. Als die Dichter die Macht übernahmen" über die Münchner Räterepublik und "Das Duell. Die Geschichte von Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki".

Eine gemeinsame Veranstaltung des Aufbau Verlages, der Thalia Buchhandlung Berlin und des Renaissance-Theaters Berlin.

Eintritt: 18 € / ermäßigt 13 €

GÄSTEBUCH
Foto: Martin Scheuer

Foto: Reto Klar

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