Uraufführung
SIEBEN SEKUNDEN EWIGKEIT

von Peter Turrini


Trailer: Jan Frankl

lmmer wieder spult sich eine Filmsequenz ab. Eine Frau läuft in einem Wald nackt von der linken auf die rechte Seite. Mit dieser Szene, die exakt sieben Sekunden dauert, ist Hedy Lamarr berühmt geworden. Und darauf wurde sie auch in alle Ewigkeit reduziert. Peter Turrini begibt sich auf eine innere Wesenssuche, die den Rahmen von Geburt und Tod der selbstzerstörten Schönheit zeitlich sprengt. Ein poetischer Reigen über eines der widersprüchlichsten Frauenwesen der Kinoleinwand.

Das Stück erzählt die Geschichte der Hedy Lamarr: Höhere Tochter, Hollywoodschönheit, Erfinderin - das Leben hatte Hedwig Kiesler, so ihr Geburtsname, einiges zu bieten. 1914 als Tochter eines aus Lemberg zugewanderten Bankiers in Wien geboren, wurde sie von ihren Eltern früh in die Welt der Kultur eingeführt. Schon als Kind entwickelte sie den Wunsch, zur Bühne und zum Film zu gehen, was von den Eltern, so kunstbeflissen diese auch waren, nicht gern gesehen wurde. Hedy begann ein Studium für Kunst und Design, doch bald gelang es ihr, auch beim Film Fuß zu fassen. Sie ging ans Max Reinhardts Schauspielschule nach Berlin, wo sie mit ihrer Schönheit und ihrem Selbstbewusstsein auf den berühmten Theatermann großen Eindruck machte. 1931 nach Wien zurückgekehrt, besetzt Reinhardt sie auch hier in seiner Inszenierung für das Theater in der Josefstadt mit dieser Rolle. Es folgten weitere Theater- und Filmauftritte, und ein Jahr später drehte sie mit "Ekstase" jenen wegen der freizügigen Szenen damals spektakulären Film, mit dem sie in die Kinogeschichte eingehen sollte ...

Der Autor Peter Turrini schrieb 2016 über sein Stück: "Ich habe lange nach einer Form für mein Stück über Hedy Lamarr gesucht. Ihrer realen Biographie zu folgen, das wollte ich nicht, so etwas können Bücher und Dokumentationen besser. Ich habe ein literarisches Stück geschrieben, aus Vorfindungen wurden Erfindungen. Ein Stück, welches nicht den äußeren Ereignissen nachspürt, sondern dem Wesen dieser außergewöhnlichen Frau."

Turrini versteht es, Dinge auf den Punkt zu bringen und auch so etwas wie Rührung zuzulassen, was er dieses Mal besonders der Sandra Cervik, der er das Stück gewidmet, also irgendwie auf den Leib geschrieben hat, zu verdanken hat. Ein gelungener Abend mit einer lachenden, höhnenden, flehenden, schmeichelnden, und, ja, auch bitteren Sandra Cervik. FAZ

Sandra Cervik bestreitet allein und furios die Uraufführung von "Sieben Sekunden Ewigkeit". Das Stück bietet ein schematisches Bild von Hollywood-Stars, gallige Satire, Zeitgeschichte und etwas ergreifende Poesie. Die Presse

Sandra Cervik vermag in diesem als Bekenntnisgespräch mit einem Polizisten gebauten Stück jene Verve zu entfachen, von der die Lamarr vermutlich beseelt war: Schalk, Glanz, Kraft, Tristesse. Der Standard.

Premiere im Theater in der Josefstadt, Wien, am 12. Januar 2017.

Ein Gastspiel des Theaters in der Josefstadt, Wien.


mit
Sandra Cervik
Regie Stephanie Mohr
Bühne Miriam Busch
Kostüme Alfred Mayerhofer
Musik Wolfgang Schlögl
Licht Manfred Grohs

Spieldauer ca. 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause

GÄSTEBUCH
c: Jan Frankl

c: Sepp Gallauer

c: Sepp Gallauer

c: Sepp Gallauer



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